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2.5 Die Diodenkennlinie
Die Diodenkennlinie ist die grafische Darstellung der Abhängikkeit des Diodenstromes von der Diodenspannung.


Bild 2.5.1
Zur Aufnahme der Kennlinie muss die Diode sowohl in Durchlassrichtung (vorwärts = forward) als auch in Sperrrichtung (rückwärts = reverse) gepolt werden. Bei den verschiedenen Spannungen werden die jeweiligen Ströme gemessen und aufgetragen. In Durchlassrichtung fließt erst Strom, wenn die Schwellspannung überschritten ist. Die Schwellspannung entspricht der Diffusionsspannung am PN-Übergang, die der angelegten Spannung entgegenwirkt und überwunden werden muss. Die Sperrschicht muss erst abgebaut werden. Dann kann Strom fließen. Die Schwellspannung wird grafisch ermittelt, indem man eine Tangente an die Kennlinie legt. Der Schnittpunkt mit der Spannungsachse gibt den Schwellwert an. In Sperrrichtung fließt fast kein Strom. Erst wenn die elektrische Feldstärke so groß wird, dass in der Sperrschicht Ladungsträger aus ihren Bindungen gerissen werden, bricht die Diode durch. Wird der Durchbruchstrom nicht begrenzt, wird die Diode zerstört. Schwellwert und Form der Kennlinie hängen vom Halbleitermaterial ab.
Mit den Schaltungen auf Seite 12 lassen sich Kennlinien aufnehmen.

Zum Vergleich die Kennlinien von Dioden aus verschiedenen Halbleitermaterialien:

Bild 2.5.2

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