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2.11 Gleichrichterschaltungen
  .11.3 Zweiweggleichrichterschaltung B2U (= Zweipulsbrückenschaltung, ungesteuert)
          Zweipuls bedeutet, dass innerhalb einer Wechselstromperiode alle beiden Halbwellen zum Ausgang gelangen.
          Brückenschaltung bedeutet, dass die vier Dioden wie bei einer Brückenschaltung in einem Diagonalzweig
          angesteuert wird und am anderen Diagonalzweig der Ausgang liegt. Ungesteuert bedeutet, dass vier Dioden           verwendet werden, die die gesamten Halbwellen durchlassen und keine steuerbaren Thyristoren.

Bild 2.11.3.1

Die sog. Graetz-Schaltung
(Bild 2.11.3.2) ist eine andere Darstellung der B2U, die meist in der Schaltungstechnik für elektronische Geräte Anwendung findet. Die parallele Anordnung der Dioden in Bild 2.11.2.1 wird in der Regel bei Schaltungen der Energietechnik angewendet.

Bild 2.11.3.2







Vergleich zwischen B2U und M1U:
Udi hat den doppelten Wert gegenüber der M1U.
Udeff ist um √¯2 mal größer und hat den gleichen Wert wie der Effektivwert der Wechselspannung Ueff.
Die Brummfrequenz ist doppelt so groß, wie die Frequenz der Wechselspannung.
Das Verhältnis Udi/Ueff nähert sich dem Wert 1,0 , d.h. der Wechselstromeffektivwert ist fast erreicht.
  Merke: Die B2U-Schaltung ist die gebräuchlichste Gleichrichterschaltung.
  Beide Netzhalbwellen werden genutzt. Die Energielücken sind wesentlich kleiner.
  Dadurch ist der Mittelwert der Gleichspannung größer und die Brummspannung uBr kleiner.
  Die Schaltung wird in den Netzteilen fast aller elektronischer Geräte verwendet.


Praktische Ausführungen von Brückengleichrichtern

B = Brückengleichrichter
80 = max. 80V
C = für Glättungskondensator geeignet
5000 = 5000mA Spitzenstrom
3300 = 3300mA Dauerstrom
M 1 : 1
Brückengleichrichter
im DIL-Gehäuse
M 2 : 1
Brückengleichrichter
in SMD Ausführung
M 3 : 1
Bild 2.11.3.3

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